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Welcher Transformator ist der richtige?

Er stellt in vielen Haushalten die Grundlage der Zimmerbeleuchtung dar – der Transformator. Nicht selten stellt sich zunächst erst einmal die Frage, welcher Transformator denn der richtige ist, denn es gibt schon unterschiedliche Modelle! In der Elektronikbranche wird zunächst unterschieden zwischen dem elektronischen und dem Kupferkernmodell, aber wo liegt denn eigentlich der Unterschied?

Die Hauptunterschiede zwischen den beiden Modellen
Als Erstes wäre hier die Bauform zu nennen, welche bereits auf den ersten Blick vollkommen unterschiedlich ist. Das elektronische Modell hat in der Regel eine Spannungsrate von 120V und ist im Aufbau wesentlich kompakter und leichter als das Kupferkernmodell, welches gemeinhin auch als Blocktrafo bekannt ist und eine Spannungsrate von 200V aufweisen kann. Der Blocktrafo verfügt zudem über eine extern verbaute Sicherung.

Kupferkernmodelle
Der Kupferkerntrafo wird jedoch nochmals unterschieden in den konventionell verbauten Blocktrafos, welche von der Bauform sperrig und unpraktisch sind und den sogenannten Ringkerntrafos. Ein Ringkerntransformator ist wesentlich kompakter verbaut und ihre Geräuschentwicklung im Betrieb ohne Dimmer ist wesentlich leiser als der konventionelle Blocktrafo.

Vor- und Nachteile der elektronischen und Kupferkernmodelle
Während es ein großer Vorteil vom elektronischen Transformator ist, dass er sehr klein und somit platzsparend ist, so hat er doch gegenüber dem Kupferkernmodell einen ganz gravierenden Nachteil – die Frequenz. Elektronische Transformatoren müssen hier mit 50Hz auskommen, was relativ gering ist. Zudem darf die Zuleitung bei einem elektrischen Transformator zur am weitesten entfernten Leuchte maximal 2m betragen. Dieser Umstand ist dem Störschutz geschuldet. Dieser Umstand schränkt jedoch die Auswahl der Leuchtsysteme gravierend ein, da beispielsweise ein Stangensystem somit maximal 4m lang sein darf. Bei konventionellen Transformatoren kann die Maximallänge beliebig lang sein, wobei nicht vergessen werden darf, dass jedes Kabel einen kleinen elektrischen Widerstand hat, was sich bei zunehmender Länge negativ auf die Beleuchtungshelligkeit auswirkt. Als Faustregel gilt hier: Je dicker die Zuleitung umso besser die Beleuchtung!

Sicherheit bei den Transformator Modellen
Ein Kurzschluss gehört in den Augen vieler Menschen zu einem wahren Albtraumszenario. Dabei verhält sich jedes Transformator Modell anders. Bei einem elektronischem Modell wird die Belastung permanent überwacht sodass die Ausgangspannung im Falle eines Kurzschlusses sofort abgeschaltet wird. Wird der Fehlerfall beseitigt so funktioniert der elektronische Trafo in der Regel sofort wieder einwandfrei. Bei einem Blocktrafo brennt im Fall eines Kurzschlusses die Sicherung durch sodass diese ausgewechselt werden muss. Hier bleibt nur zu hoffen, dass der Transformator so montiert wurde, dass der Benutzer noch Zugang zu den Sicherungen hat. Modernere Modelle verfügen jedoch über einen Kurzschlussschalter, den der Benutzer nur zu drücken braucht damit das System wieder mit Spannung versorgt wird. Eine ausreichende Belüftung sollte bei beiden Modellen aufgrund der Wärmeentwicklung gegeben sein.


Welches Kabel für die Steckdosenverkabelung?

Die Zahl der elektrischen Verbraucher in Haushalten ist in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen. Nahezu jeder Haushalt besitzt heute Computer, Drucker, Spielekonsolen usw. Auch die Anzahl der elektrischen Helfer in der Küche, vom Brotbackautomaten bis zum elektrischen Dosenöffner, hat stark zugenommen. Für alle Geräte eine freie Steckdose zu finden ist fast unmöglich geworden. Deshalb ist es oft nötig zusätzliche Anschlüsse einzurichten, oder eine alte Elektroinstallation komplett zu ersetzen.

Zusätzliche Steckdose(n) installieren
Für die Installation einer Steckdose oder mehrerer Steckdosen als auch für eine komplett neue Steckdosenverkabelung nutzt man vorzugsweise NYM-J 3×1,5 Kabel. Die Bezeichnung NYM-J 3×1,5 ist eine Leitungsbezeichnung nach deutscher Norm und sagt aus:
- N = Normleitung
- Y = Isolierung der Adern aus PVC
- M = Mantelleitung
- 3 = Anzahl der Adern
- 1,5 gibt den Leitungsquerschnitt an.

Die Verwendung von NYM-J 3×1,5 hat die folgenden Hintergründe. NYM-Kabel dürfen für die Verlegung auf, unter, im und über Putz verwendet werden. Ebenso für eine Verlegung in feuchten und nassen Räumen als auch im Freien. Dadurch eignet sich diese Kabelart für fast jede Anwendung im Haus. Für die Verlegung einer Steckdose und die Verdrahtung von Steckdosenverteilungen unbedingt auf die Bezeichnung J für den grün-gelben Leiter achten. Der grün-gelbe Leiter ist Träger der Schutzmaßnahme (FI-Schutzschaltung, Nullung) und darf nur für diesen Zweck verwendet werden. Auf keinen Fall darf der grün-gelbe Leiter als Pluspol (Phase) oder Minuspol (Nullleiter) verwendet werden. NYM-Kabel sind auch ohne grün-gelben Leiter erhältlich und tragen in der Leitungsbezeichnung somit nicht den Buchstaben J. Ebenso sind NYM-Kabel in verschiedensten Leitungsquerschnitten erhältlich.

NYM-J 3×1.5 oder Stegleitung NYIF-J 3×1,5 nutzen?
Im Allgemeinen sollte man bei einer Steckdosenverkabelung NYM-J 3×1,5-Leitungen wegen der universelleren Anwendungsmöglichkeiten den Vorzug geben. Bei einer Verlegung unter Putz kann es allerdings durchaus vorkommen, dass nur eine nur sehr geringe Putzstärke vorzufinden ist. Hier können NYM-J 3×1,5-Leitungen nur durch zusätzliche aufwendige Stemmarbeiten sauber unter Putz verlegt werden. Einfacher ist dann eine Verlegung einer flachen Stegleitung mit der Bezeichnung NYIF-J 3×1,5. Stegleitungen benötigen durch ihre flache Bauweise geringere Putzstärken.
Steckdosen sind für eine Strombelastung bis zu 16 Ampere ausgelegt. Ein Leitungsquerschnitt von 1,5 mm ist deshalb bei der Steckdosenverkabelung die gängige Wahl. Geringere Absicherungen von 10 Ampere sind bei Umgebungstemperaturen von über 25 Grad Celsius notwendig. Ebenfalls bei sehr langen Leitungswegen für eine Steckdose, um zum Beispiel einen Wäschetrockner anzuschließen. Hier sind technische Regeln sowie die technischen Anschlussbedingungen des örtlichen Energieversorgungsunternehmens zu beachten.

Wichtige Hinweise
Bei Elektroinstallationen sind zahlreiche Vorschriften und Sicherheitsregeln zu beachten. Die zusätzliche Verlegung einer Steckdose kann technisch versierten Heimwerkern noch zugetraut werden. Größere Steckdosenverkabelungen oder gar eine Neuinstallation sollten zumindest von einem Fachmann / Fachfrau aus Sicherheitsgründen überwacht werden. Weiterhin sind technische Anschlussbedingungen örtlicher Energieversorger zu beachten. Auf keinen Fall dürfen Plomben an Einrichtungen der Elektrizitätsversorger entfernt oder beschädigt werden. Das hat eine Einstellung der Stromlieferung zur Folge und zieht schlimmstenfalls sogar empfindliche rechtliche Strafen nach sich.


Blitzableiter nachträglich anbringen

Ein Blitzschutz im Außenbereich kann entweder direkt bei Errichtung eines Gebäudes installiert, oder im Nachhinein angebracht werden. Zudem muss die Anlage nach der Installation regelmäßig vom Fachmann gewartet werden. Dadurch kann der Kunde sicher gehen, dass bei einem möglichen Blitzeinschlag ein effektiver Blitzschutz gewährleistet ist.

Der Dachdecker übernimmt auch die nachträgliche Installation
Ob direkt beim Neubau oder bei bestehenden Gebäuden, der Dachdecker ist der Fachmann für den Blitzschutz im Außenbereich. Kunden können auch langfristige Wartungsverträge abschließen und sich dadurch einen konstanten Schutz sichern. Bei einer nachträglichen Installation kann der Kunde, abhängig von der Größe des Gebäudes, mit etwa 3.000 Euro rechnen. Bei einer Installation des Blitzableiters im Rahmen einer Erneuerung des Daches, ist der Blitzableiter geringfügig günstiger. Nach Anbringung des äußeren Blitzschutzes, muss auch im Haus eine Schutzvorrichtung durch den Elektriker errichtet werden. Damit potentielle Einschlagstellen effektiv geschützt werden können, müssen diese zunächst im Vorfeld professionell berechnet werden. Experten verwenden das sogenannte Blitzkugelverfahren, bei dem der Dachdecker besonders gefährdete Stellen entdeckt und daraufhin die Anlage montiert. Dachdecker sind routiniert und vertraut mit diesem Verfahren. Laien sollten die Selbstmontage unterlassen, da die Versicherung nur fachmännisch angebrachte Anlagen anerkennt.

Die Installation im Außenbereich
Selbstverständlich ist es am einfachsten, eine Vorrichtung gegen Blitzschlag bereits beim Gebäudeneubau montieren zu lassen. Allerdings können diese auch bei einem fertig gebauten Haus nachgerüstet werden. Die Fangeinrichtung, welche umgangssprachlich als Blitzableiter bekannt ist, wird auf dem Dach montiert und ragt über die Abmessungen des Hauses hinaus, um den Blitz einfangen zu können und dieser nicht in das Gebäude einschlägt. Dies geschieht durch dünne Drähte oder Stangen. Jene müssen leitfähig sein und hohen elektrischen Ladungen Stand halten können. Für den Blitzableiter werden Materialien wie Aluminium, Kupfer oder Stahl verwendet. Der Dachdecker bringt diese Metallteile an Dach und Schornstein an und verbindet diese mit der Erdungsanlage am Fundament des Hauses. Dort wird der Blitz in das Erdreich abgeleitet. Wichtig ist, dass das Erdungssystem mindestens einen halben Meter in das Erdreich eingeführt werden muss, um die Metallteile vor Korrosion zu schützen.

Der innere Schutz wird vom Elektriker durchgeführt
Die notwendigen Überspannungsschutzgeräte im Haus bringt der Elektriker an. Das bedeutet, dass auch Arbeiten an den bestehenden Leitungen im Haus durchgeführt werden müssen. Solche Geräte gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, die die Spannung nicht nur ableiten, sondern diese sogar mindern können. Der einfachste Typ leitet den Blitzstrom lediglich ab, ohne die Spannung zu mindern. Der zweite Typ mindert neben der Ableitung den Spannung etwas und der dritte Typ mindert die Spannung so stark, dass diese sogar für elektrische Geräte erträglich wäre.


Wozu braucht man Stromstoßschalter?

Wer im privaten Haushalt eine Flurbeleuchtung anbringen möchte, steht bei der Schaltung oft vor der schwierigen Frage, welche Schaltungsmöglichkeit eingesetzt werden soll. Sollen mehrere Schalter eine einzige Lichtquelle ein- und ausschalten können, so ist die Umsetzung meist mit Schwierigkeiten verbunden. Ein Stromstoßschalter kann schnell Abhilfe schaffen und die Problematik auf einfache Weise lösen.

Wozu braucht man Stromstoßschalter?
Ein Stromstoßschalter erweist sich dann als nützlich, wenn man eine Lampe von verschiedenen Stellen aus ein- und ausschalten möchte. Befindet sich die Lampe etwa in einem langen Gebäudeflur, so ist es umständlich, wenn man zum Ein- und Ausschalten ständig zum gleichen Schalter gehen muss. Gerade in einem Familienhaushalt ergeben sich so schnell Probleme, wenn der Schalter nur einseitig angebracht ist und man zum Benutzen den halben Raum durchqueren muss, ehe man zu Licht kommt. Auch eine Wechselschaltung löst das Problem nicht zufriedenstellend, da nur zwischen zwei Schaltern gewählt werden kann. Beliebig viele Taster lassen sich hingegen mit einem Stromstoßschalter realisieren, die auf unkomplizierte Weise die Lichtsteuerung ermöglicht. Im Gegensatz zu einem klassischen Kreuzschalter ist die Verkabelung bei einem Stromstoßschalter wesentlich preiswerter und kann bereits mit einfachen Tastern realisiert werden. Ein weiterer Vorteil gegenüber einem Kreuzschalter besteht darin, dass die Schaltung einfach zu realisieren ist und gerade bei Defekten eine langwierige Fehlersuche vermieden werden kann.

Funktionsweise eines Stromstoßschalters
In konventionellen Stromstoßschaltern ist ein Druckkugelschreiber eingebaut, dessen Mechanik dafür sorgt, dass der Schalter bei jedem erfolgen Stromimpuls seinen Schaltzustand ändert und bis zum nächsten Stromimpuls behält. Ist der Schalter also gerade eingeschaltet, so wird er bei der nächsten Betätigung des Schalters ausgeschaltet. Auf diese Weise können mehrere Schaltstellen einen einzigen Verbraucher, beispielsweise ein Licht, zuverlässig steuern. Mittlerweile kann man neben den konventionellen elektromechanischen Schaltern auch rein elektronische Schalter bekommen. Zu den Vorteilen der elektronischen Schalter gehören unter anderem eine Zentralsteuerung, Universalspannung und minimaler Steuerleistungsbedarf. Leise Schaltgeräusche sind ein weiterer Vorzug der elektronischen Variante. Die Schalter werden sowohl mit monostabilem als auch mit bistabilem Relais hergestellt. Ein Nachteil der monostabilen Relais liegt darin, dass durchgehend elektrische Energie benötigt wird. Wird ein bistabiles Relais verwendet, so kann man eine hohe Erwärmung vermeiden und die Spulen-Verlustleistung geringhalten.

Unkomplizierte Schaltung realisieren
Ob im privaten Haushalt, Gebäudefluren in Bürogebäuden oder in Treppenhäuser, die Schalter sorgen an vielen Orten zuverlässig dafür, dass wichtige Funktionen unkompliziert ausgeführt werden können. Mehrere Schaltstellen können auf einfache Weise einen einzigen Verbraucher steuern. Mittlerweile gibt es neben den konventionellen elektromechanischen Schaltern auch rein elektronische Schalter, die über eine Reihe von nützlichen Funktionen verfügen.


Wie funktioniert ein Treppenhausautomat?

Durch einen Treppenhausautomaten mit Impulsgeber lassen sich Treppenbeleuchtungen manuell oder auch automatisch optimal steuern.
Durch den Beleuchtungsautomaten wird eine vorprogrammierbare Ausschaltverzögerung von zehn bis 20 Sekunden aktiviert. Dabei können verschiedene Betriebsvarianten gewählt werden. So kann zum Beispiel zwischen einer Automatikfunktion mit und ohne Ausschaltvorwarnung gewählt werden. Bei der automatischen Beleuchtungsfunktion kann die Aktivierung der Treppenhausbeleuchtung durch einen Bewegungsmelder erfolgen. Stellt der Treppenhausautomat eine Unterschreitung des voreingestellten Helligkeitswertes fest und wird zudem eine Bewegung registriert, so wird eine zeitabhängige Treppenbeleuchtung gestartet.

Die zeitgesteuerte Treppenhausbeleuchtung
Bei einem Treppenhausautomaten handelt es sich um eine Treppenbeleuchtung die an eine Zeitschaltung gekoppelt ist. Das heißt, die Steuerung der Beleuchtung des Treppenhauses erfolgt über ein elektromagnetisches oder elektronisches Zeitrelais. Zu diesem Zweck befinden sich im gesamten. Treppenbereich Taster mit denen das Licht angeschaltet werden kann. Nach einer am Zeitrelais vorprogrammierten Zeit schaltet sich das Treppenlicht wieder aus. Durch dieses sogenannte “Nachtasten” kann der Zeitmechanismus erneut gestartet werden. In der Regel ist ein manuelles Abschalten der Beleuchtung nicht möglich. Einige Beleuchtungsanlagen besitzen außerdem eine integrierte Abschaltvorwarnung. Dabei wird das Ende er Beleuchtungszeit durch optische Signale wie Flackerlicht oder Herunterdimmen der Lampen angekündigt, damit ein rechtzeitiges Nachtasten möglich ist. Zudem verfügt heute ein moderner Treppenhausautomat über eine Abschaltfunktion, in dem die Treppenlicht- Beleuchtung durch längeres Drücken eines Lichtschalters ausgeschaltet wird.

Zeitrelais früher und heute
Der erste Treppenhausautomat funktionierte über mehrere elektromechanische Verfahren. Dabei schaltete ein Zugmagnet, das mit einem Uhrwerk verbunden war, das Treppenlicht an. Die heutigen Lichtautomaten arbeiten hingegen auf der Basis elektrischer oder auch digitalisierter Vorgänge.

Zusätzliche Sicherheit durch beleuchtete Schalter
Da die Lichtschalter im Dunkeln schlecht zu finden sind, werden diese Schalter bei heutigen modernen Treppenhausbeleuchtungen zusätzlich durch eine Glimmlampe gekennzeichnet. Dabei wird diese Lampe über einen Vorwiderstand parallel zum Taster geschaltet. Um diese Beleuchtung der Taster herstellen zu können ist es notwendig, dass die Stromversorgung der Glimmlampe nicht den Zeitmechanismus der Treppenbeleuchtung aktiviert. Bei der Installation von Treppenbeleuchtungen wird zwischen 3-Leiter- und 4-Leiter-Schaltungen unterschieden. Damit ist die jeweilige Verdrahtung und die hierfür benötigte Aderanzahl gemeint. Je nach dem welche Leitung den Zeitschalter ansteuert, wird von Neutralleiter-oder Außenleiter-getasteter Schaltung gesprochen.

Umrüstung von Treppenhausbeleuchtungen
Eine Umrüstung bestehender 3-oder 4-Leiter-Schaltungen auf moderne Automatik – Schalter ist jederzeit problemlos möglich und zulässig. Aufgrund der Komplexität des Treppenhausautomaten sollte die Modernisierung der Treppenbeleuchtungsanlage nur von einem Fachmann vorgenommen werden.


Was ist ein FI-Schalter?

Wissen Sie was ein FI-Schalter ist und für was er eingesetzt wird? Vielleicht sind Ihnen die ebenso gebräuchlichen Begriffe Fehlerstromschutzschalter oder Fehlerstrom-Schutzeinrichtung eher geläufig. Aus Sicherheitsgründen befinden sich Schalter dieser Art in sämtlichen Sicherungskasten eines jeden Haushalts und verhindern durch ihre Schutzfunktion schwerwiegende Unfälle, wie sie durch Fehlerströme in Niederspannungsnetzen verursacht werden können.

Unterschied zwischen einer Überstromschutzeinrichtung und einem FI-Schalter
Der Fehlerstromschutzschalter ist in Sicherungskästen immer sonstigen Überstromschutzeinrichtungen vorgeschaltet. Die Funktionsweise von beiden Schutzschaltern ist von Grund auf unterschiedlich. Während elektrische Sicherungen bei anhaltender überhöhter Stromstärke beispielsweise durch Abschmelzen des Schmelzleiters den Stromkreis unterbrechen, ist für das Unterbrechen des Stromkreises durch den FI-Schalter ein Differenzstrom verantwortlich, der durch einen Fehlerstrom zustande kommt. Fehlerströme treten häufig bei porösen oder zerstörten Isolierungen auf oder wenn der Strom durch den menschlichen Körper fließt.

Funktionsweise des Fehlerschutzschalters
Bei FI-Schaltern stehen die Buchstaben “F” für Fehler und “I” für die elektrische Stromstärke. Der Fehlerschutzschalter vergleicht den Strom, der zum Verbraucher fließt, mit dem Strom, der vom Verbraucher zurückfließt. Dieser Vergleich wird im Summen-Stromwandler vorgenommen und ausgewertet. An diesem sind mindestens zwei Spulen angeschlossen, in denen durch den zu- bzw. abfließenden Strom eine Spannung induziert wird. Sind die Ströme betragsmäßig gleich groß, hebt sich die Induktionswirkung durch die gegensätzliche Wicklung der Spulen gerade auf. Fließt jedoch ein Fehlerstrom, so fließt ein Sekundärstrom durch die Auslösespule. Dadurch wird ein Relais ausgelöst, das die Leitung abtrennt.

Probleme bei Fehlerschutzschaltern
Stromschläge können mit Fehlerschutzschaltern nicht verhindert werden. Auch wenn eine Person auf einem speziellen Untergrund steht, der eine isolierende Wirkung hat und die Netzspannungsleitungen N und L anfasst, bietet der Fehlerschutzschalter keinerlei Schutz. Das Problem ist, dass kein Fehlerstrom auftritt und dadurch der Schalter den Stromkreis nicht unterbricht. Auch im Dreiphasenwechselstromnetz kann es zu Komplikationen kommen. Wenn Ströme zwischen verschiedenen Außenleitern fließen, wird dies vom FI-Schalter nicht registriert.

Unterschiedliche Typen von Fehlerschutzschaltern
Es gibt verschiedene Arten von Fehlerschutzschaltern, die je nach Art des Fehlerstrom, den sie erkennen können, klassifiziert werden. Die erste Gruppe (Typ AC) der Fehlerschutzschalter erfasst nur sinusförmige Fehlerströme. In der zweiten Gruppe (Typ A) befinden sich Schutzschalter erfasst neben sinusförmigen Wechselströmen auch pulsierende Gleichfehlerströme. In der dritten Gruppe (Typ F) werden alle Fehlerströme erkannt, die auch von der zweiten Gruppe erkannt werden. Darüber hinaus können Sie Fehlerströme identifizieren, die aus einem Frequenzgemisch (bis zu 1 kHz) bestehen. Zusätzlich gibt es noch eine vierte Gruppe (Typ B), die glatte Gleichfehlströme herausfiltern können.


Wie funktionieren Sicherungsautomaten?

Bei Sicherungen werden bestimmte Wirkungen des elektrischen Stroms genutzt, um bei einer möglichen Überlastung der Leitungen den Stromkreis zu unterbrechen. Während Schmelzsicherungen nur über die Wärmewirkung ausgelöst werden, nutzen Sicherungsautomaten zusätzlich die magnetische Wirkung des Stroms. Das Funktionsprinzip ist einfach und leicht nachvollziehbar.

So ist der Sicherungsautomat aufgebaut
Ein Sicherungsautomat ist ein elektrisches Bauteil, das bei Überlastung automatisch den Strom unterbricht. Je nach Bauweise können Sie den Strom über einen Hebel oder einen Knopf wieder anstellen. Der Aufbau der Automaten ist vom Prinzip in allen Automaten identisch. In der Sicherung ist der Stromkreis an einer bestimmten Stelle unterbrochen. Diese Unterbrechung wird über einen beweglichen Stift geschlossen. Eine gespannte Feder übt eine Kraft auf den Stift aus, die ihn aus der Unterbrechungsstelle zieht. Damit der Strom nicht unterbrochen wird, behindert eine Sperrklinke diese Feder. Sofern der Stromkreis nicht überlastet wird, nimmt dieser Hebel die Kraft der gespannten Feder auf. Die Stellung dieses Hebels ist für den Stromfluss entscheidend. Die Auslösung erfolgt im Sicherungsautomaten durch eine Spule und einen Bimetallstreifen.

Auslösung im Fall eines Kurzschlusses
Ein Kurzschluss bedeutet, dass der Strom blitzartig auf eine extrem hohe Stromstärke ansteigt. Dieser starke Anstieg des Stroms erzeugt ein Magnetfeld an der Spule im Automaten. Dieser so entstandene Magnet zieht die Sperrklinke von der Feder weg. Die Kraft der Feder wirkt nun auf den Stift und zieht diesen aus der Unterbrechung. Über diesen Mechanismus wird der Strom sehr schnell unterbrochen, wenn es irgendwo in der Leitung einen Kurzschluss gibt. Dieser Stift bewirkt entweder, dass der Hebel oder Knopf am Automat seine Position ändert. Sobald Sie den Knopf eindrücken oder den Hebel hochklappen, fließt wieder Strom im Stromkreis. Sollte der Kurzschluss noch vorhanden sein, löst der Automat sofort wieder aus, da sich das Magnetfeld ohne Verzögerung wieder aufbaut.

So reagiert der Automat bei einer Überlastung
Angenommen Ihr Stromkreis ist mit einer fünf-Ampere-Sicherung abgesichert, dann löst der Sicherungsautomat nicht aus, wenn nur kurzfristig en höherer Strom fließt. Das ist sinnvoll, weil Motoren in der Anlaufphase viel Strom benötigen, langfristig das System aber nicht überlasten. Sollte längere Zeit ein stärkerer Strom als fünf Ampere fließen, erwärmt sich der Bimetallstreifen im Automaten. Bimetall besteht aus verschiedenen Metallen, die sich bei Erwärmung unterschiedlich ausdehnen. Daher biegen sich solche Streifen, wenn sie warm werden. Der Sicherungsautomat nutzt diese Eigenschaft. Der sich biegende Streifen schiebt die Sperrklinke beiseite, der Strom wird unterbrochen. Da nun kein Strom mehr fließt, kühlt der Streifen sofort ab. Wenn Sie den Stift wieder eindrücken, löst der Sicherungsautomat nicht sofort wieder aus. Dies geschieht erst nach Erwärmung des Bimetalls.


Wann ist ein Blitzschutz empfehlenswert?

Erhebliche Gewitter sind in Deutschland insbesondere in den Sommermonaten häufig anzutreffen. Laut Verband für Elektrotechnik (VDE), werden im Norden Deutschlands jährlich 15 Gewittertage gezählt, in Süddeutschland hingegen gewittert es sogar 35 Tage im Jahr. Dadurch entstehen regelmäßig immense Personen- und Sachschäden infolge von Überspannung und mangelndem Potentialausgleich. Durch einen fachmännisch installierten Blitzschutz und einen konsequent durchgeführten Potentialausgleich können insbesondere Sachschäden vermieden werden.

Der wirksame Blitzschutz
Zu einem wirkungsvollen Blitzschutz gehören zwei Komponenten. Hierzu zählen der äußere Blitzschutz, der den Blitz einfängt und ins Erdreich ableitet. Der innere Schutz, sorgt für den Potentialausgleich im Haus und schützt die elektrischen Geräte vor Überspannung. Insbesondere hohe Spannungsunterschiede in den verlegten Leitungen und den Geräten, die daran angeschlossen sind, können dadurch vermieden werden. Auch gefährliche Brandherde, welche durch Blitzeinschlag hervorgerufen werden können, werden eliminiert.

Der Blitzableiter dient dem äußeren Schutz
Die Blitzschutzanlage im Außenbereich ist umgangssprachlich auch als Blitzableiter bekannt. Dieser besteht aus einem rund acht Millimeter starken Draht aus Aluminium oder Stahl, welcher den Blitz entlang der Fassade vom dach direkt ins Erdreich führt. Dadurch kann die Spannung eines eventuellen Blitzeinschlages vom Haus und deren Elektrik ferngehalten werden. Eine gesetzliche Regel für Blitzableiter gibt es nicht. Dies hat zur Folge, dass viele Mietshäuser vor Blitzschlag nicht geschützt sind. Die Ingenieure des VDE beziffern eine nachträgliche Installation eines Blitzableiters auf mindestens 2.500 Euro. Bei großen Gebäuden kann dieser Preis allerdings ein vielfaches betragen. Mieter können die Existenz eines Blitzschutzes selbst auf einfache Weise feststellen. Man schaut einfach auf das Dach oder den Kamin bzw. Schornstein. Verläuft entlang dem Dach ein Draht oder is am Kamin eine Stange angebracht, welche einen Draht ins Erdreich führt, dann ist davon auszugehen, dass das Haus gegen Blitzschläge gesichert ist. Es ist dabei von Relevanz, dass die Anlage alle Installationen wie etwa Satellitenschüssel oder auch die Photovoltaikanlage einschließt.

Blitzableiter sind nur bei großen Gebäuden vorgeschrieben
Ein Schutz vor Blitzschlag ist lediglich ab einer Gebäudehöhe von 20 Metern gesetzlich vorgeschrieben. Für Reihen- oder Mehrfamilienhäuser, gibt es keine spezielle Vorgabe durch den Gesetzgeber. Die Versicherungen jedoch, achten strengstens auf die Existenz eines Blitzableiters. Beim Schadenfall haften diese lediglich, wenn bei Eintritt des Schadens eine Blitzschutzanlage fachgerecht installiert und funktionstüchtig war. Im Zweifel ist ein Blick in die Versicherungsverträge der Hausrats- und Feuerversicherung sinnvoll. Von Nutzen ist ein Blitzableiter in jedem Fall, da die Kosten, die bei einem Blitzschlag entstehen können, extrem hoch sind. Die Kosten, für einen Blitzableiter allerdings, welcher die Personen und die technischen Installationen und Geräte im und um das Haus schützen, betragen oftmals weniger als ein Prozent des gesamten Wertes der Immobilie.


Wie werden Kabelkanäle angebracht?

Herumliegende Kabel stellen nicht nur eine unnötige Gefahrenquelle dar, sondern sehen auch unschön aus. Insbesondere an Schreibtischen oder Kinderzimmern können freiliegende Kabel zu Stolperfallen werden und sind darüber hinaus noch Staubfänger. Sehr praktische Lösungen sind Kabelkanäle, die einfach und sicher alle Kabel hinter einer Vorrichtung verstecken.

Kabelkanäle sind praktisch und überall erhältlich
Kabelkanäle und das entsprechende Zubehör hat jeder Baumarkt im Sortiment. Das Material besteht aus Kunststoff und das Anbringen gelingt mühelos ohne lästiges bohren und schrauben. Durch das geringe Gewicht können die Schienen im Handumdrehen an die Wand oder den Boden geklebt werden. Bei der Montage werden die Teile mittels Hand- oder Elektrosäge auf die richtige Länge zugeschnitten. Bevor Sie die Teile ankleben, sollten Dreck und Schmutz mit einem feuchten Tuch abgerieben werden. Danach einfach den sogenannten Deckel von der Wanne trennen und an die Wand kleben. So können Sie im Anschluss die Kabel direkt einlegen. Mit etwas Montagekleber an der Wand, drücken Sie die Schiene kräftig an die Stelle, an der der Kabelkanal befestigt werden soll.

Die Klebefläche etwa einen Tag trocknen lassen
Der Kabelkanal ist nach etwa einem Tag trocken und die Kabel können eingelegt werden. Nach dem Einlegen der Kabel wird der Deckel angebracht und die Kabel sind sauber verstaut. Sollten Sie auf der Kleidung oder dem Deckel des Kanals Klebereste hinterlassen haben, können Sie diese einfach mit einem feuchten Tuch abrubbeln. Textilien werden einfach eingeweicht und von den Kleberesten befreit. Hartnäckige Klebereste auf festem Untergrund, wie etwa einem Fliesenboden, können auch mit Aceton entfernt werden. Ein Heißluftfön kann ebenfalls verwendet werden.

Kabelkanal lösen oder mit einem Brüstungskanal kombinieren
Sollten Sie das Zimmer umräumen oder ausziehen, können Sie den Kanal einfach lösen, indem Sie die Klebefuge mit einem Tapeziermesser einschneiden. Danach lässt sich das Material einfach von der Wand hebeln. Die Kleberückstände können mit einer Spachtel oder einem Schaber für Ceran-Felder abgeschabt werden. Übergebliebene, feine Klebereste können mit Aceton eingeweicht und abgerubbelt werden. Auf kratzfesten Untergründen kann auch Stahlwolle zum Entfernen verwendet werden. Zusätzlich zum Verstauen der Kabel können auch Steckdosen und Schalter in einem festen Brüstungskanal in Kombination angebracht werden. Der Brüstungskanal ist ebenfalls sehr flexibel und aus PVC. Allerdings können hier in den Deckel Anschlüsse angebracht werden, um einen Arbeitsplatz mit Strom oder einem Telefonanschluss zu bestücken.
Die Anwendungsbereiche sind durch die Kombination von Kabel- und Brüstungskanal äußerst vielfältig. Die Ausstattung von Küchenzeilen, Schreibtischen und Kinderzimmern sind nur einige Beispiele. Auf diese Weise bleiben Sie flexibel und können die Stromversorgung an jedem beliebigen Ort Ihrer eigenen vier Wände ganz ohne Elektriker oder fremde Hilfe selbst anbringen.


Müssen Zählerschränke zwingend im Keller sein?

Zählerschränke findet man in jedem Haus. Während sie früher gerne im Hausflur oder gar in den einzelnen Wohnungen untergebracht wurden, finden sie heutzutage vermehrt ihren Platz im Keller. Doch müssen die Schränke wirklich in den Keller? Oder können diese durchaus auch an anderer Stelle untergebracht werden?

Welche Zähler in den Zählerschränken zu finden sind
In Zählerschränken findet man all jene Zähler, die für Energie vorhanden sind. Stromzähler zählen ebenso dazu, wie Gaszähler. Wasserzähler werden hingegen meist direkt in den Wohnungen angebracht. Nämlich dort, wo das Wasser entnommen wird. Lediglich der Zähler für das allgemeine Hauswasser kann in einem Zählerkasten untergebracht werden. Zählerschränke müssen stets zugänglich sein. Es kommt immer wieder vor, dass ein Handwerker oder auch nur der Ablesedienst an die Zähler heran muss. Sei es nun, weil es etwas zu reparieren oder auch zu sperren oder freischalten ist. Zum anderen aber auch, um die jährlichen Ablesungen vornehmen zu können. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, dass die Zähler zu jeder Zeit zugänglich sind. Hat man diese in der Wohnung, muss man für Reparaturen und Ablesungen immer vor Ort zu sein. Ist der Zählerschrank hingegen im Keller oder auch im Hausflur untergebracht, kann der Handwerker oder der Ablesedienst zu jeder Zeit seiner Arbeit nachgehen und ist nicht darauf angewiesen, einen Mieter vor Ort anzutreffen.

Warum sie vielerorts im Keller sind
Die Lage im Keller, die sich immer mehr durchsetzt, hat auch einen praktischen Grund. Die Kästen sehen nicht unbedingt sehr formschön aus, da sie keinen optischen, sondern lediglich einen nützlichen Grund haben. Im Keller ist es in der Regel egal, ob dort ein grauer Zählerschrank an der Wand hängt, oder nicht. Zudem laufen im Keller alle Drähte zusammen. Somit ist besonders bei Neubauten im Keller alles vorverdrahtet, was den Anbau vom Zählerschrank von alleine erklärt. Würde man ihn dort nicht anbauen, wäre dort umsonst vorverdrahtet wurden und die Drähte wie auch Kabel müssten neu verlegt werden. Eine unnütze Arbeit, wenn man sich dazu entscheidet, den Zählerschrank im Keller zu deponieren. Es ist also nicht zwingend erforderlich, Zählerschränke im Keller anzubringen. Sie können auch im Hausflur einen würdigen Platz finden. Sollte aber im Keller diesbezüglich alles vorverdrahtet sein, so wäre es unklug, wenn man diese Vorarbeit nicht nutzen würde, um den Kasten dort anzubringen. Vor allen Dingen deshalb, weil der Schrank weder optisch noch funktionell gesehen eine besondere Aufgabe hat.